Freitag, 18. März 2011

Rum-Regionen in der Karibik

Neben Sonne, Strand und Urlaubsstimmung ist die Karibik auch für ihren legendären Zuckerrohrschnaps bekannt. Es gibt nur wenige Regionen, die so eng mit ihren kulinarischen Spezialitäten in Verbindung gebracht werden, wie die Rum-Regionen auf den Karibischen Inseln. Dabei wurde das Zuckerrohr, aus dem die Melasse für die Rumproduktion gewonnen wird, erst von Kolumbus eingeführt. Die Karibik ist somit ein noch recht junges Zuckerrohranbaugebiet. Sie hat sich aber mittlerweile zu einem der bedeutendsten der Welt etabliert und der hier produzierte Rum ebenso.

Fast jede Insel im Karibischen Meer verfügt über eine eigene Rumproduktion, genauso wie die Anrainerstaaten in Mittel- und Südamerika. Dennoch können einige Regionen als besonders bedeutsam betrachtet werden. Zu denen zählt man die auf den Großen Antillen gelegenen Staaten Kuba, Jamaika und die Dominikanische Republik. Hier haben einige der bekanntesten Rumsorten, wie Havana Club (Kuba), Captain Morgan (Jamaika) und Brugal (Dom. Rep.) ihren Sitz. Auf Kuba hat zudem der derzeitig größte Rumproduzent, namens Bacardi, seine Wurzeln. Allerdings verließ das Unternehmen infolge der kubanischen Revolution die Insel und hat nun auf den Bermudas seinen Firmensitz.

Der kubanische Rum ist sehr vielseitig. Dennoch dürften die hellen und leichten Erzeugnisse die bekanntesten der Insel sein. Diese finden auch häufig beim Mixen von Cocktails, wie Mojito und Cuba Libre, ihre Verwendung. Auch die dominikanischen Rumsorten zeichnet sich eher durch leichtere Varianten aus. Er wird, genauso wie sein kubanisches Pendant, im Patent-Still-Verfahren destilliert.
Der typische Jamaika-Rum ist hingegen für seine schwere, aromareiche Note bekannt. Destilliert wird er meist im aufwendigeren Pott-Still-Verfahren. Diese ursprüngliche Methode kommt heute eher selten zur Anwendung und ist für die Massenproduktion ungeeignet. Sie ermöglicht jedoch sehr individuelle und aromareiche Produkte.

Die Kleinen Antillen haben in Sachen Rum auch einiges zu bieten. Als bedeutende Rum-Regionen müssen wohl die Inselstaaten Barbados und Grenada erwähnt werden. Die Rumproduktion blickt hier auf eine lange Tradition zurück. Die Mount Gay Rumbrennerei auf Barbados gilt sogar als die älteste der Welt. Auf beiden Inseln wird auch noch das altehrwürdige Pot-Still-Verfahren angewandt.
Die französischen Überseedepartements Martinique und Guadeloupe sind ebenfalls namhafte Rum-Regionen in der Karibik. Der hier hergestellte Zuckerrohrschnaps unterscheidet sich jedoch von den klassischen Rum-Varianten und wird Rhum agricole genannt. Als Zutat dient dabei gepresster Zuckerrohsaft anstatt der sonst üblichen Melasse.

Neben den Karibischen Inseln gibt es auch auf dem Festland wichtige Rum-Regionen. Im mittelamerikanischen Raum sollte dazu Guatemala und in Südamerika Venezuela erwähnt werden. Die berühmtesten sind jedoch auf den bereits erwähnten Inseln zu finden.

Samstag, 12. März 2011

Cocktailtipp

Für das erste Frühlingswochende ein sahniger Cocktailtipp:
Pina Colada (Schuman's)
Zutaten:2 cl süße Sahne
            2 cl Kokosnußcreme
            6 cl Ananassaft
            4 cl brauner Rum
            2 cl weißer Rum
            Ananas
            Amarenakirsche

Im Shaker auf crushed ice zubereiten,in großes Becher-
glas auf crushed ice abseihen.
Mit Ananasstück und Amarenakirsch garnieren.

Donnerstag, 10. März 2011

Rum Informationen



Als der vielseitigste hochprozentige Alkohol gilt Rum, denn sein Aroma und sein unverwechselbarer Geschmack ist von vielen Faktoren abhängig. Seine verschiedenen Arten unterscheiden sich in bestimmten Methoden der Zusammensetzung der Maische, im akkuraten Verschneiden verschiedener Sorten, im Destillationsverfahren, aber vorallem ist die Qualität des Getränks von der Lagerung abhängig. Zuckerrohr ist der Grundstoff eines jeden Rums. In der Karibik war und ist der Anbau von Zuckerrohr, und somit die Herstellung von Rum hervorragend. Columbus brachte die Pflanze schließlich in die Karibik. Inzwischen stellt der hochprozentige Alkohol den Hauptexportartikel der Karibik dar. Es ist also nicht verwunderlich, dass einzelne Destillerien aus dieser Gegend versuchen, ihre Produkte zu bevorzugen. Rum Informationen zufolge wird seine Herstellung grundlegend in zwei Kategorien unterteilt: frischer Zuckerrohrsaft und Melasse. Auf den karibischen Inseln ist seine Produktion aus Melasse sehr verbreitet, diese entsteht bei der Zuckerproduktion als Nebenprodukt. Der Rumpunch, ein Getränkemix aus Wasser, Limettensaft und Zuckerrohrsirup, ist hier eine sehr bekannte und beliebte Variation des Verzehrs, wobei es natürlich auch hierbei verschiedene Abwandlungen gibt. In der Regel wird der Alkohol bis zu drei Jahren in Eichenfässern gelagert, wobei das kräftige Aroma mit dem unverkennlichen Geschmack entsteht. Um allerdings die weiße Variante des alkoholischen Getränks besserer Qualität aufrechtzuerhalten, wird er einige Monate in Edelstahlfässern gelagert. In Eichenfässern nimmt der Inhalt der Fässer die Geschmacksstoffe langsam auf und erhält dadurch eine dunkle Farbe, außerdem verliert das Getränk seinen Alkohol. In nahezu allen Geschäften in Cuba ist das Getränk erhältlich. Hier gibt: Qualität hat ihren Preis. Beim Zuckerrohr-Rum wird ebenfalls nach seiner Reifezeit unterschieden, ähnlich wie bei Whiskey. So entspricht der Preis des Rums aus Cuba wie überall seiner angebotenen Altersklasse. Sogar für Nichtkenner, die wenig Erfahrung oder Informationen über die Herstellung haben, wird das Aroma von Jahr zu Jahr spürbar feiner und milder.